Dauerhafte Einträge
Was will Power to the People?
power-to-the-people.eu will
- aufmerksam machen auf gesellschaftspolitische Zusammenhänge, die manchem Leser vielleicht die Augen für bestimmte Sachverhalte öffnen,
- aufrütteln und im besten Fall zum parlamentarischen oder (noch besser) außerparlamentarischen Aktivitäten animieren und darüber informieren,
- für mehr Direkte Demokratie und plebiszitäre Elemente in Deutschland und Europa werben.
Donnerstag, 17. September 2009
Das Trauerspiel von Afghanistan
Aus aktuellem Anlass...
Gesehen und gehört bei Bloch: Tod eines Freundes
Das Trauerspiel von Anfghanistan von Theodor Fontane, 1905
Der Schnee leis stäubend vom Himmel fällt,
Ein Reiter vor Dschellalabad hält,
„Wer da!“ – „„Ein britischer Reitersmann,
Bringe Botschaft aus Afghanistan.““
Afghanistan! er sprach es so matt;
Es umdrängt den Reiter die halbe Stadt,
Sir Robert Sale, der Commandant,
Hebt ihn vom Rosse mit eigener Hand.
Sie führen in’s steinerne Wachthaus ihn,
Wie wärmt ihn das Feuer, wie labt ihn das Licht,
Er athmet hoch auf und dankt und spricht:
„Wir waren dreizehntausend Mann,
Von Cabul unser Zug begann,
Erstarrt, erschlagen, verrathen sind.
„Zersprengt ist unser ganzes Heer,
Was lebt, irrt draußen in Nacht umher,
Mir hat ein Gott die Rettung gegönnt,
Sir Robert stieg auf den Festungswall,
Offiziere, Soldaten folgten ihm all’,
Sir Robert sprach: „Der Schnee fällt dicht,
Die uns suchen, sie können uns finden nicht.
So laßt sie’s hören, daß wir da,
Stimmt an ein Lied von Heimath und Haus,
Trompeter, blas’t in die Nacht hinaus!“
Da huben sie an und sie wurden’s nicht müd’,
Durch die Nacht hin klang es Lied um Lied,
Erst englische Lieder mit fröhlichem Klang,
Dann Hochlandslieder wie Klagegesang.
Sie bliesen die Nacht und über den Tag,
Laut, wie nur die Liebe rufen mag,
Sie bliesen – es kam die zweite Nacht,
Umsonst, daß ihr ruft, umsonst, daß ihr wacht.
Die hören sollen, sie hören nicht mehr,
Vernichtet ist das ganze Heer,
Mit dreizehntausend der Zug begann,
Einer kam heim aus Afghanistan.
Dienstag, 24. März 2009
Am Ende des Tunnel Teil II - Pressespiegel
Eine der größten Medien-Reaktionen auf eine Attac-Aktion. Der offizielle Pressespiegel:
TV:
21.3.09, ZDF, Heute (19 Uhr) (Video):
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/718960?inPopup=true
21.3.09, WDR, Lokalzeit Dortmund (Video):
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2009/03/21/lokalzeit-dortmund-faelschung.xml
Radio:
21.03.09, Deutschlandradio.de, "Die Zeitung von morgen" (Text und Audiocast)
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/938347/
23.03.09, mdr.de, "Attac: mit "Zeit"-Fälschung in die Zukunft" (Text und Audiocast)
http://www.mdr.de/nachrichten/6227007.html
23.3.09, WDR4, Sendung auf ein Wort, "Attac geht voran: Gute Nachrichten für alle!" (Text und Audiocast)
http://www.wdr.de/radio/wdr4/wort/auf_ein_wort/2009_0323.phtml
Zeitungen (Print und Online) überregional:
21.03.09, Taz (auch Print), "Eine "Zeit", die ihrer Zeit voraus ist"
http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/eine-zeit-die-ihrer-zeit-voraus-ist/
21.3.09, Spiegel online, "Gefälschte "Zeit": Mit freundlichen Grüßen von Attac"
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,614728,00.html
Tagesschau.de, 21.3.09, "Gefälschte Ausgabe verteilt: Attac dreht die "Zeit" weiter"
http://www.tagesschau.de/inland/attac102.html
Heute.de, 21.3.09, "Attac kämpft mit falscher "Zeit" gegen die Zeit"
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/0/0,3672,7539072,00.html
Focus.de, 21.3.09, "Attac: ?Zeit?-Fälschung mit Berichten aus der
Zukunft"
http://www.focus.de/kultur/medien/attac-zeit-faelschung-mit-berichten-aus-der-zukunft_aid_382858.html
21.03.09, FAZ, "Attac fälscht die "Zeit""
http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E5D7B703565D8474FB6E815995B892D45~ATpl~Ecommon~Scontent.html
21.03.09, Berliner Morgenpost.
http://www.morgenpost.de/politik/article1059121/Attac_faelscht_Die_Zeit_und_verteilt_Gratisausgaben.html
http://www.morgenpost.de/berlin/article1059132/Attac_verteilt_gefaelschte_Zeit_in_Berlin.html
21.03.09, Der Tagesspiegel, "Attac verteilt gefälschte "Zeit" in
Berlin"
http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Die-Zeit-Attac-Zeitungs-Plagiat;art122,2756549
22.03.09, Berliner Morgenpost
http://www.morgenpost.de/printarchiv/politik/article1059218/Attac_verteilt_gefaelschte_Zeit_Ausgaben.html
22.02.09, Süddeutsche Zeitung, "Auf Kaperfahrt mit ehrwürdiger Wochenzeitung"
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/469438
23.03.09, druck-medien.net, "Gefälschte "Zeit" für Attac"
http://druck-medien.net/aktuell/newsdetail/article/9350-caro-druck-gmbh-gefaelschte-zeit-fuer-attac/
23.03.09, Taz, "Ansturm auf die falsche "Zeit""
http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/ansturm-auf-die-falsche-%5Czeit%5C/
23.03.09, Neues Deutschland, "Attac macht mit falscher "Zeit" Furore""
http://www.neues-deutschland.de/artikel/146008.attac-macht-mit-falscher-zeit-furore.html?sstr=attac
23.03.09, Junge Welt, "Wir haben kein Paradies an die Wand gemalt"
http://www.jungewelt.de/2009/03-23/052.php?sstr=attac
23.03.09, Frankfurter Rundschau, "Leicht schockiert"
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/medien/?em_cnt=1695914&
22.03.09, Der Tagesspiegel, "Nachgemacht, vorgedacht"
http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Attac-Die-Zeit;art122,2756743
22.03.09, Welt am Sonntag, "Attac bringt Plagiat der Zeitung "Die Zeit" in Umlauf" (Anhang)
23.03.09, Abendzeitung, "Attac fälscht die "Zeit"", (Anhang)
23.03.09, Financial Times Deutschland, "Wie man sich an der "Zeit" vergeht", (Anhang)
23.03.09, Frankfurter Allgemeine Zeitung, "Die Utopie heiligt die Mittel" (Anhang)
23.03.09, Welt, "Attac verteilt gefälschte "Zeit"-Ausgabe" (Anhang)
23.03.09, Westdeutsche Allgemeine, "Fälschung" (Anhang)
Zeitungen regional:
22.03.09, Südkurier.de, "Attac verteilt 150.000 gefälschte "Zeit"-Ausgaben"
http://www.suedkurier.de/news/panorama/panorama/art410967,3690501
23.03.09, Hessische/Niedersächsische Allgemeine online, "Nachrichten, die wir uns wünschen"
http://www.hna.de/hnascoutextra/00_20090323073200_Nachrichten_die_wir_uns_wuenschen.html
23.03.09, Offenburger Tageblatt, "Schlagzeilen von morgen gab's schon am Samstag"
http://www.baden-online.de/news/artikel.phtml?page_id=68&db=news_lokales&table=artikel_offenburg&id=17523
23.03.09, Schweriner Volkszeitung, "Attac mit falscher "Zeit""
http://www.svz.de/mecklenburg-vorpommern/artikeldetail/article/529/attac-mit-falscher-zeit.html
23.03.09, Heilbronner Stimme, "Attac-Aktivisten bringen gefälschte "Zeit" in Umlauf"
http://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/region/sonstige;art16305,1489378
23.03.09, Der Neue Tag, "Gefälschte "Zeit zeigt andere Welt"
http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/1763734-100-gefaelschte_zeit_zeigt_andere_welt,1,0.html
Argenturmeldungen in folgenden Regionalzeitungen:
Badische Zeitung vom 23.03.2009
Bote vom Unter-Main vom 23.03.2009
Abendzeitung Nürnberg vom 23.03.2009
Aller-Zeitung vom 23.03.2009
Wolfsburger Allgemeine vom 23.03.2009
Allgäuer Zeitung vom 23.03.2009
Darmstädter Echo (Darmstädter Echo | Mantelteil aller Ausgaben) vom
23.03.2009
DONAUKURIER (Pfaffenhofener Kurier) vom 23.03.2009
Eichsfelder Tageblatt vom 23.03.2009
Göttinger Tageblatt vom 23.03.2009
Aller-Zeitung vom 23.03.2009
Wolfsburger Allgemeine vom 23.03.2009
Fränkischer Tag vom 23.03.2009
Fuldaer Zeitung (Fuldaer Zeitung Fulda | Mantelteil) vom 23.03.2009
General-Anzeiger (Bonner Stadtanzeiger) vom 23.03.2009
Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 23.03.2009
Schaumburger Nachrichten vom 23.03.2009
Idsteiner Zeitung vom 23.03.2009
Bürstädter Zeitung vom 23.03.2009
Aar-Bote vom 23.03.2009
Wiesbadener Tagblatt vom 23.03.2009
Lampertheimer Zeitung vom 23.03.2009
Main-Spitze vom 23.03.2009
Wormser Zeitung vom 23.03.2009
Kleine Zeitung vom 22.03.2009
Kölnische Rundschau (Gesamtausgabe) vom 23.03.2009
Landeszeitung für die Lüneburger Heide vom 23.03.2009
Langener Zeitung vom 23.03.2009
Groß-Zimmerner Lokal-Anzeiger vom 23.03.2009
Dieburger Anzeiger vom 23.03.2009
Hanau Post vom 23.03.2009
OFFENBACH-POST [H] vom 23.03.2009
Ludwigsburger Kreiszeitung (Ausgabe Ludwigsburg Stadt und Kreis) vom
23.03.2009
Magdeburger Volksstimme vom 23.03.2009
Main-Post vom 23.03.2009
Volksblatt vom 23.03.2009
Main-Taunus-Kurier vom 23.03.2009
Mindener Tageblatt vom 23.03.2009
Neue OZ Osnabrücker Zeitung (Gesamtausgabe) vom 23.03.2009
Neue Presse vom 23.03.2009
Nordwest-Zeitung vom 23.03.2009
Nürnberger Nachrichten vom 23.03.2009
NWZ - Neue Württembergische Zeitung vom 23.03.2009
Südwest Presse vom 23.03.2009
Tauber-Zeitung vom 23.03.2009
Hohenzollerische Zeitung vom 23.03.2009
Haller Tagblatt vom 23.03.2009
Metzinger Uracher Volksblatt / Der Ermstalbote vom 23.03.2009
Rundschau für den Schwäbischen Wald vom 23.03.2009
Hohenloher Tagblatt vom 23.03.2009
Ostsee-Zeitung (Rostocker Zeitung) vom 23.03.2009
Reutlinger General-Anzeiger (Gesamtausgabe) vom 23.03.2009
Rhein-Zeitung vom 23.03.2009
Peiner Allgemeine Zeitung vom 23.03.2009
Straubinger Tagblatt vom 23.03.2009
Stuttgarter Nachrichten vom 23.03.2009
Thüringer Allgemeine (Gesamtausgabe) vom 23.03.2009
Trierischer Volksfreund (Trierer Zeitung (Trier Stadt)) vom 23.03.2009
Weilburger Tageblatt vom 22.03.2009
Westfalen-Blatt (Gesamtausgabe) vom 23.03.2009
Westfälische Nachrichten vom 23.03.2009
Wetzlarer Neue Zeitung vom 22.03.2009
Hamburger Abendblatt (Hamburger Abendblatt Gesamtausgabe) vom
23.03.2009
Argenturmeldung und Lokalbezug:
Schwäbische Zeitung Ehingen vom 23.03.2009
Neue Westfälische vom 23.03.2009
Kölner Stadt-Anzeiger vom 23.03.2009
Heidenheimer Zeitung vom 23.03.2009
Dill-Post vom 23.03.2009
Der Patriot vom 23.03.2009
Braunschweiger Zeitung vom 23.03.2009
Augsburger Allgemeine vom 23.03.2009
Montag, 23. März 2009
Winnenden - Der Offene Brief
Sämtliche Tageszeitungen sollten diesen Offenen Brief abdrucken, finde ich. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass Verbote helfen. Wir brauchen generell eine Kehrtwende auf allen Ebenen - gesellschaftlich, politisch und kulturell. Meiner Meinung nach ist das eine (Winnenden) auch eine Folge des anderen (Finanz- und Wirtschaftskrise; Kapitalismuskrise). Wenn wir den Menschen wieder in den Mittelpunkt der Betrachtung rücken, sowohl in der Ökonomie als auch in der Gesellschaft, dann ist dies der erste Schritt in die richtige Richtung.
Die Weichen in diese Richtung kann und muss die Politik stellen!
Auf der Titelseite der Winnender Zeitung erschien der Offene Brief am Samstag, 21.03.2009:
Sehr geehrter Herr Bundespräsident Köhler,
sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
sehr geehrter Herr Ministerpräsident Oettinger,
die Trauer und die Verzweiflung nach dem Verlust geliebter Kinder, Frauen und Männer sind noch überall gegenwärtig. Insbesondere bei uns, den Angehörigen. Der Gedanke, warum es ausgerechnet unsere Liebsten getroffen hat, und wie es überhaupt zu dieser Tat kommen konnte, wird uns unser Leben lang begleiten. In unserem Schmerz, in unserer Hilflosigkeit und in unserer Wut wollen wir aber nicht untätig bleiben. Deshalb wenden wir - die Familien von fünf getöteten Schülerinnen“ uns an die Öffentlichkeit.
Wir wollen, dass sich etwas ändert in dieser Gesellschaft, und wir wollen mithelfen, damit es kein zweites Winnenden mehr geben kann.
Schusswaffen und Sport
Wir wollen, dass der Zugang junger Menschen zu Waffen eingeschränkt wird. Die derzeitige gesetzliche Regelung ermöglicht die Ausbildung an einer großkalibrigen Pistole bereits ab dem 14. Lebensjahr. Bedenkt man, dass ein junger Mensch gerade in dieser Zeit durch die Pubertät mit sich selbst beschäftigt und häufig im Unreinen ist, so ist die Heraufsetzung der Altersgrenze auf 21 Jahre unerlässlich.
Grundsätzlich muss die Frage erlaubt sein, ob der Schießsport nicht gänzlich auf großkalibrige Waffen verzichten kann. Bis in die achtziger Jahre hinein genügten unseres Wissens nach den Sportschützen kleinkalibrige Waffen. Bis heute sind die olympischen Wettkämpfe auf Luftdruck- und Kleinkaliberwaffen beschränkt.
Sollte aus Gründen, die wir nicht kennen, der Verzicht auf großkalibrige Waffen nicht möglich sein, so muss die Schusskapazität verringert werden. Bei der Jagd sind die Magazine der automatischen Waffen auf maximal 2 Schuss begrenzt. Warum nicht auch beim Sport?
Der Gesetzgeber hat die Vergabe von Waffenbesitzkarten und die daraus entstehenden Verpflichtungen, wie z. B. die Aufbewahrung von Waffen und Munition, vollständig geregelt.
Die zu erwartenden Strafen bei Verstoß gegen die entsprechenden Gesetze erfüllen aber nicht ihren Zweck. Eine Ordnungswidrigkeit wird eher wie ein Kavaliersdelikt betrachtet. Der Gesetzgeber muss Verstöße gegen das geltende Waffenrecht deutlicher und stärker ahnden.
Medien: Fernsehen
Wir wollen weniger Gewalt im Fernsehen. Das Fernsehen, als noch wichtigste Informations- und Unterhaltungsplattform, hat einen sehr großen Einfluss auf die Denk- und Gefühlswelt unserer Mitbürger. Das Fernsehen setzt heute die ethischen und moralischen Standards. Wenn wir es zulassen, dass unseren Mitbürgern weiterhin täglich Mord und Totschlag serviert werden, ist abzusehen, dass die Realität langsam, aber stetig dem Medienvorbild folgen wird.
Von den Sendern muss verlangt werden, dass sie ein ausgewogenes Programm anbieten und die Zurschaustellung von Gewalt reduziert wird. Eine Gewaltquote, der Anteil von Sendungen mit Gewalt in Relation zur Gesamtsendezeit pro Sender, sollte eingeführt werden.
Die Zeiten, in denen Kinder und Jugendliche fernsehen, sollten generell gewaltfrei sein.
Medien: Computerspiele
Wir wollen, dass Killerspiele verboten werden. Spiele, ob über Internet oder auf dem PC, die zum Ziel haben, möglichst viele Menschen umzubringen, gehören verboten. Gleiches gilt für alle Gewalt verherrlichenden Spiele, deren Aufbau und Darstellung sehr realistisch sind und bei denen viel Blut fließt.
Medien: Chatrooms und Foren
Wir wollen mehr Jugendschutz im Internet. In der virtuellen Welt werden heute anonym und gefahrlos Gedankengänge artikuliert und diskutiert, die eine Bedrohung für unsere Gesellschaft darstellen. Wie diese Aktivitäten eingedämmt werden können, wissen wir nicht. Es darf aber nicht sein, dass sich junge Menschen anonym gegenseitig aufhetzen und zu Gewalteskalationen auffordern.
Berichte über Gewalttaten
Wir wollen, dass der Name des Amokläufers nicht mehr genannt und seine Bilder nicht mehr gezeigt werden. Am aktuellen Beispiel von Winnenden zeigt sich, dass die derzeitige Berichterstattung durch unsere Medien nicht dazu geeignet ist, zukünftige Gewalttaten zu verhindern. Auf nahezu jeder Titelseite finden wir Namen und Bild des Attentäters. Diese werden Einzug finden in unzählige Chatrooms und Internet-Foren. Eine Heroisierung des Täters ist die Folge.
Bei Gewaltexzessen wie in Winnenden müssen die Medien dazu verpflichtet werden, den Täter zu anonymisieren. Dies ist eine zentrale Komponente zur Verhinderung von Nachahmungstaten.
Aufarbeitung der Vorgänge in Winnenden und Wendlingen
Wir wollen, dass die Tat aufgeklärt und aufgearbeitet wird. Das Warum der Tat wird sicher nie vollständig geklärt werden können. Wichtiger für die Angehörigen und unser aller Zukunft ist die Frage: Wie konnte es geschehen? Wir wollen wissen, an welchen Stellen unsere ethisch-moralischen und gesetzlichen Sicherungen versagt haben. Dazu gehören auch das Aufzeigen der persönlichen Verantwortung und die daraus folgenden“ auch juristischen - Konsequenzen.
Familie Kleisch
Familie Marx
Familie Minasenko
Familie Nalepa
Familie Schober
Familie Schweitzer
Sonntag, 8. März 2009
Aktuelle Kamera zum 60. Jahrestag der DDR
Extra 3 - die einzige Satiresendung wie sie sich selbst nennt, hat zum "60. Jahrestag der DDR" die Aktuelle Kamera wieder aufleben lassen
Water makes money ein Film von unten
Die Macher des Films "Bahn unterm Hammer" holen aus für einen weiteren Film über die Privatisierung der Grundversorgung. Diesmal ist das wichtige Gut Wasser Mittelpunkt des Filmes. Mit Water makes money wollen die Filmemacher auf die fortschreitende Privatisierung des Wasser in vielen Ländern dieser Welt aufmerksam machen.
Die Ankündigung zu dem Film sagt:
"Der Film wird zeigen, was Paris und andere französische Gemeinden aus der
Herrschaft von Veolia & Co gelernt haben und wie sie es schaffen,
das Wasser in eigene Regie zurückzuholen. Beispiele aus Europa und
Amerika ergänzen den Film zu einem Lehrstück für die ganze Welt! Water makes money " wird Mut machen: Wasser in Bürgerhand ist möglich!"
JedeR kann mithelfen, dass der Film zustande kommt durch eine Spende:
a.. Jede Spende ist willkommen. Ab 20 Euro erhalten Sie dann von "Aquattac eine DVD-Kopie.
b.. ab 100 Euro erhält der Förderer die Auszeichnung "Wasserwerker/in im öffentlichen Auftrag" und gilt als Goldförderer. Auf Wunsch werden Sie im Abspann namentlich genannt.
c.. Ab 1.000 Euro erhält der Förderer die Auszeichnung "Wassermeister/in im öffentlichen Auftrag" und gilt als Platinförderer. Sie werden selbstverständlich zur Premiere eingeladen
Zahlungen bitte auf das Konto:
Empfänger: Water makes Money, Konto-Nr: 1230 131474; Bank: HASPA, BLZ: 200 505 50
Freitag, 13. Februar 2009
Neues Wahlrecht für Hamburg
Mit 76.086 Unterschriften wurden über 14.000 mehr Unterschriften gesammelt als notwendig. Falls der Volksentscheid positiv entschieden wird, dann kann er durch die Parteien im Parlament auch nicht mehr so ohne Weiteres rückgängig gemacht werden können.
So geschah dies jüngst in Bad Reichenhall, wo die Bürgerinnen und Bürger per Bürgerentscheid für einen Neubau einer Eishalle (die alte war vor drei Jahren zusammengestürzt). Der Stadtrat ging kurzerhand darüber hinweg und will jetzt eine Fachhochschule bauen. Der bayerische Liedermacher demonstrierte darüber per Sitzstreik auf dem Gelände in den letzten 26 Tagen.
Montag, 9. Februar 2009
Terroristische Politik positiv nutzen
Ein alter Araber lebt seit mehr als 40Jahren in Chicago.
Er würde gerne in seinem Garten Kartoffeln pflanzen, aber er ist allein und alt und schwach. Sein Sohn studiert in Paris. Deshalb schreibt er eine E-Mail an seinen Sohn:
Lieber Ahmed,
ich bin sehr traurig weil ich in meinem Garten keine Kartoffeln pflanzen kann. Ich bin sicher, wenn Du hier wärst, könntest Du mir helfen und den Garten umgraben.
Ich liebe Dich.
Dein Vater.
Prompt erhält der alte Mann eine E-Mail:
Lieber Vater,
bitte rühre auf keinen Fall irgendetwas im Garten an. Dort habe ich nämlich die Sache versteckt.
Ich liebe Dich auch.
Ahmed.
Keine sechs Stunden später umstellen die US Army, die Marines, das FBI und die CIA das Haus des alten Mannes. Sie nehmen den Garten Scholle für Scholle auseinander, suchen jeden Millimeter ab, finden aber nichts. Enttäuscht ziehen sie wieder ab.
Am selben Tag erhält der alte Mann noch eine E-Mail von seinem Sohn:
Lieber Vater,
sicherlich ist jetzt der Garten komplett umgegraben und du kannst die Kartoffeln pflanzen. Mehr konnte ich aus der Entfernung leider nicht für Dich tun.
Ich liebe Dich.
Ahmed
Sonntag, 2. November 2008
Let's make money
Let's make money ist der neue Film von Erwin Wagenhofer, der zum sog. Weltspartag den Menschen erklärt, wie das eigentlich so läuft mit dem Geld...
Wer wissen will wie das globale Finanz- und Wirtschaftssystem funktioniert, sollte in diesen Film gehen. Die Dokumentation zeigt mit deutlichen und eindeutigen Beispielen und Wortbeiträgen wer die Gewinner und die Verlierer sind, wer die Regeln definiert und welche Methoden angewandt werden. Dabei kommen Gewinner, Verlierer und Beobachter zu Wort, die relativ unverblümt ihre Perspektive schildern.
Im Stil der Dokumentation "We feed the world" gibt es keine Stimme aus dem Off, sondern die Akteure und Beobachter selbst kommen zu Wort und gestalten so den Film, in Szene gesetzt vom Regisseur.
So werden letztlich die sozio-ökonomischen Zusammenhänge des bestehenden System sehr gut erläutert und dargestellt.
Wenn man sich jedoch überhaupt nicht mit wirtschaftlichen und finanzsystemischen Zusammenhängen auseinandergesetzt hat, ist es entweder ein Film, in dem man viel dazu lernt oder bei dem man relativ wenig versteht. Denn der Film ist doch ein bisschen sprunghaft und manche Zusammenhänge können dabei verloren gehen, wenn man sich überhaupt nicht auskennt.
Ich finde jedoch diese Herausforderung sollte man annehmen. Darüber hinaus ist der Film aktueller denn je!
Sonntag, 5. Oktober 2008
Verstaatlichen oder was...?
Das sind schlappe 538 Milliarden Euro! Wenn man bedenkt, dass das Bruttoinlandsprodukt von Deutschland ca. 3.3 Billionen Euro beträgt, kann man sich eigentlich an wenigen Fingern abzählen für wie viele Bank- oder sonstige Schulden die Regierung noch bürgen oder garantieren kann.
In seinem aktuellen Kommentar bringt es Heribert Prantl mal wieder auf den Punkt: 1. die derzeitige Finanzkrise ist eine Ursache der neoliberalen Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre(zehnte) und 2. die eigentlichen Verursacher haben längst ihre Schäfchen im Trockenen auf einer sicheren Insel in der Südsee, Karibik oder sonstwo. Dies wird auch zu einer weiteren Schwächung der Demokratie führen, wenn nicht entsprechend regulatorisch von der Politik gehandelt wird.
Vermutlich deshalb fordern nun auch die Grünen die Verstaatlichung der Hypo Real Estate, ähnlich wie DIE LINKE.
Zwei Dinge sind meines Erachtens ist völlig klar:
1. die Krise wird weiter auf die restlichen Wirtschaftssektoren übergreifen (Automobilindustrie, Maschinenbau etc.) und
2. sollten die verantwortlichen Politiker wie Steinbrück und Co. nicht entsprechend handeln, dann wird DIE LINKE (evtl. die Grünen), namentlich Oskar Lafontaine, die Diskussion um Markt-Regulierung etc. allein führen und sie werden Wahlen gewinnen, denn die Wähler alles andere als doof.
Samstag, 4. Oktober 2008
power-to-the-people.eu
Dienstag, 30. September 2008
Und was kommt jetzt - nach dem Ende des Kapitalismus?
Die neoliberale Politik der letzten 15 Jahre zahlt sich nun bärenmäßig aus. Die Bürgerinnen und Bürger zahlen mal wieder die Zeche: z.B. 35 Milliarden an die Hypo Real Estate, insgesamt fast 100 Milliarden Euro an IKB, Landesbanken und andere...
So viel Geld wie in irgendwelche Finanzprodukte gesteckt wurde in den letzten Jahren kann der Staat gar nicht zahlen um sie alle zu retten. So beträgt der Handel mit Finanzderivaten ca. 1000 Billionen Dollar, das Bruttosozialprodukt aller Länder in der Welt beträgt aber nur 60 Billionen Dollar (Quelle: Es sind die Finanzderivate, du Dummkopf!).
Und was machen wir da? Meine Antwort: www.demokratische-zukunft.de Dort steht eigentlich alles was zu tun ist.
Wer nicht so viel lesen will:
1. Verstaatlicht alle Banken sagt die Frankfurter Rundschau:
In der Kernschmelze des kapitalistischen Systems wird klar, dass Banken nie private Unternehmen sein können. Sie sind immer quasi-öffentlich und müssen deshalb streng reguliert werden.
2. Alles Geld ausgeben, was man hat, denn bald ist es eh nicht mehr wert...
3. Alternative Wirtschaftssysteme aufbauen: wie zum Beispiel Tauschringe oder Komplementärwährungen wie Regiogeld.
Montag, 29. September 2008
30.09.2008, schwärzeste aller Montage?
Ausgerechnet die Republikanischen Parteifreunde des U.S. Präsidenten haben das 700 Milliardenpaket abgelehnt - mit 228 zu 205 Stimmen. Die Wall Street erlebt den freien Fall und wohl den schwärzesten aller Montage: 6,89% verliert der Dow Jones, der Nasdaq sogar 10%.
Für Donnerstag ist die nächste Abstimmung mit einem erneuten Paket geplant.
Nebenbei hört man, dass der US Finanzminister Henry Paulson (ehemaliger Direktor von Goldman Sachs) immer noch eine 700 Millionen Aktienoption bei Goldman Sachs hält.
Michael Moore spricht von dem größten Raubzug in der Geschichte der USA.
Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger sagt im Spiegel, 29.09.2008:
"[Der Turbokapitalismus] starb in den beiden vergangenen Wochen. Mit einem großen Knall. An den Finanzmärkten beginnt jetzt das Zeitalter der Neubesinnung. Wir stehen vor einer Epochenwende.
[...]
Es entwickelte sich weltweit ein immer undurchschaubareres Netz aus gegenseitigen Schulden und Abhängigkeiten. Aus freien Märkten wurden wilde Märkte. Der postsozialistische Segen wurde zum turbokapitalistischen Fluch.
[...]
Die Globalisierung der Gütermärkte hat die soziale Ungleichheit erhöht. Die Masse der Arbeitnehmer konnte nicht mehr am wachsenden volkswirtschaftlichen Wohlstand teilhaben. Der Staat ist vor allem gefordert durch Mindestlöhne und mehr Bildungsinvestitionen die Auswirkungen der Globalisierung richtig zu kanalisieren. Andernfalls werden früher oder später Parteien an die Macht kommen, die sagen: Schluss damit! Wir machen die Grenzen dicht.
[...]
Es wird jetzt für jedermann deutlich, dass es falsch war, den Staat als Gegner des Marktes zu sehen. Auf Dauer funktionsfähige Märkte erfordern einen stabilen staatlichen Rahmen."
Komisch, dass man jetzt auf einmal die Wirtschaftsweisen hervorzerrt, die schon immer eine Nachfrage orientierte Wirtschaftspolitik eher vertreten haben...
Die New York Times (Paul Krugman) schreibt in einem Kommentar:
"So what we now have is non-functional government in the face of a major crisis, because Congress includes a quorum of crazies and nobody trusts the White House an inch. As a friend said last night, we’ve become a banana republic with nukes."
Aber sehr interessant ist die Stellungnahme des Kongress-Abgeordneten Dennis Kucinich, der ganz einfach die Frage stellt: sind wir der U.S. Kongress oder der Vorstand von Goldman Sachs?
In freier Übersetzung:
Das 700 US Dollar Milliarden-Paket ist von Angst nicht von Fakten getrieben.
Es ist zu viel Geld in zu kurzer Zeit an zu wenig Menschen mit zu vielen unbeantworteten Fragen.
Warum haben wir keine Anhörung zu den Plänen, die wir gerade bekommen haben?
Warum stellen wir nicht die Voraussetzungen in Frage für diesen Notverkauf?
Warum haben wir keine Alternativen berücksichtigt außer 700 Milliarden der Wall Street zu schenken?
Warum fragen wir nicht die Wall Street ihre eigenes Chaos aufzuräumen?
Warum verabschieden wir nicht neue Gesetze, um die Spekulationen zu stoppen, die den Auslöser gaben?
Warum bauen wir keine regulatorische Struktur auf, um die Investoren zu schützen?
Warum helfen wir nicht direkt Hausbesitzern mit ihren Schulden?
Warum helfen wir nicht amerikanischen Familien, die mit Bankraub konfrontiert sind?
Warum reduzieren wir nicht Schulden für "Main Street" statt für "Wall Street"?
Ist es nicht Zeit für eine fundamentale Veränderung für unser Schulden finanziertes Geldsystem, sodass uns befreien können von der Federal Reserve und den Banken?
Ist das der Kongress der Vereinigten Staaten oder die Vorstandssitzung von Goldman Sachs?
Wall Street ist der Platz von Bären und Bullen. Es ist nicht klug, die Steuerzahler zu zwingen mit Bären zu tanzen oder direkt hinter den Bullen zu gehen.
Samstag, 27. September 2008
CSU, Michael Moore und die Wahl in Bayern
Morgen wählen die Bayern neue Repräsentanten für Ihren Landtag.
Und am 23.09. hat Michael Moore seinen neuen Film "Slacker Uprising" veröffentlicht. Was verbindet diese zwei Ereignisse? Der Film von Michael Moore dokumentiert seine 42-tägige Tournee durch die "schwankenden" Bundesstaaten bei der Präsidentschaftswahl 2004, in der er junge Amerikaner oder/und "Faulenzer" (Slacker) dazu auffordert, aufzustehen (uprise) und zur Wahl zu gehen bzw. sich registrieren zu lassen und zu wählen - und zwar gegen George W. Bush.
Der Film zeigt Ausschnitte aus den Veranstaltungen, die zumeist in Sporthallen mit mehreren Tausenden Menschen stattfanden. Er zeigt sich auf der Bühne zu den Menschen sprechend, verschiedene Künstler wie Steve Earl, Joan Baez, R.E.M. oder Roseanne Barr sprechen genauso wie Irak-Veteranen oder Angehörige verstorbener Soldaten und Michael Moore Gegner.
Letztlich zeigt der Film auch, dass es in den USA eigentlich ein knallharter Lager-Wahlkampf ist und vermutlich immer war. In 53 der 62 von Moore besuchten Städte hat, nach Michael Moore's Angaben, John Kerry gewonnen und die Gruppe der Jungwähler war so groß wie nie zuvor.
Joan Baez sagt in dem Film:
People constantly ask me "Who is writing the songs now? Where are the songs? We need them now."
And my response is: First of all songs have been written. Second of all there is no Bob Dylan and third of all there is Michael Moore who walked away with these people's prize.
He really is the most eloquent, the closest to the mark and what I like most about him is that I think he is truly compassioned. I think he truly cares about our kids in Iraq and the Iraqi kids and finds this whole business as repulsive as I do.
Bei der Wahl in Bayern ist nun die Sache etwas anders, weil je größer die Wahlbeteiligung desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die CSU ihre absolute Mehrheit verliert. Dennoch rufe ich hiermit auf zur Wahl zu gehen und Morgen zu wählen. Denn es ist eine der wenigen Möglichkeiten in der Demokratie an den politischen Entscheidungen teilzuhaben - leider.
Konstantin Wecker schreibt im Neuen Deutschland richtigerweise:
"Ich bin alles in allem ein Skeptiker von Parteien und Wahlkampfgetöse.
Diese Wahl aber ist wirklich wichtig. Zum ersten Mal vielleicht – seit
der Niederschlagung der bayerischen Räterepublik vor 90er Jahren und
dem darauf folgenden Ausbau Bayerns zur »Ordnungszelle im Reich« –
kommen die besseren Traditionen dieses Landes wieder an die Oberfläche.
Die historische Dimension dessen, was sich am Sonntag in Bayern
abspielen wird, ist noch offen. Der beste Fall: Die CSU verliert die
absolute Mehrheit, die LINKE zieht in den Landtag ein und es reicht
außerdem für eine Mehrheit der von Franz Maget anvisierten
Viererkoalition aus SPD, Grünen, FDP und Freien Wählern..."
Das Schlusswort in Michael Moore's Film ist: "There is no crying in politics. Pick yourself up."
Ich hoffe, dass die LINKE Morgen nicht weint und wir dagegen eher die Tränen der Trauer in den Augen der CSUler sehen. Denn eines ist fast sicher: Wenn die LINKE nicht in den Landtag einzieht, ist die Wahrscheinlichkeit für das Brechen der absoluten Mehrheit sehr gering. Es sei denn der Stimmenanteil der CSU liegt bei 45% oder darunter.
Es wäre ein Segen für die Demokratie. Und so wie ich die Bayern und Franken bisher kennen gelernt habe, nämlich als politisches und patriotisches Volk, bin ich mir sicher, ab Montag herrscht ein bisschen mehr Pluralismus im Maximilianeum.
Der Film von Michael Moore ist im Übrigen kostenlos im Internet downzuloaden.


