Freitag, 26. Juni 2009
Der "King of Pop" ist tot - es lebe der "Electroloreking"
Es gibt aber Leute, die versuchen, in die großen Pop-Hausschlappen von Jacko zu schlüpfen. Heißester Anwärter meiner Meinung nach ist der "Electroloreking", "YouTube-Star" Alexander Marcus, (nicht zu verwechseln mit Markus Alexander natürlich, aber wahrscheinlich ist das genau deswegen bewusst gewählt). Der ist auch gleichzeitig mein heißester Anwärter diesen Monat für die Kategorie "Dinge, die die Welt nicht braucht". Was er macht? Schwierig zu beschreiben, muss man sehen und dann noch mal abchecken. Wer engen Glitzerhosen, aus Hemden quellender Hühnerbrust und Untoten-Videos nachtrauert, kann sich hier mit rosa Hose, Langustenhalsband und Blendax-Lächeln ein bisschen trösten. Eventuell findet man den Anmachspruch "Sei kein Frosch, kleine Maus" als Frau ja auch sexy, vor allem, wenn der Frager so eine dolle Mischung aus Ganzkörperkostüm und Teddy-Werbeanzug trägt - es soll ja die komischsten Fetische geben. Man beachte auch den 80er Jahre-Retro-Keyboard-Sound, den nur "Mambo Kurt" besser hinkriegt. "Moonwalk" und Breakdance kann der Mann auch - was will man mehr? Und ein Augenaufschlag wie Peter Alexander meets Roland Kaiser. Fehlen nur noch Joy-Gläser und Tigerfell-Optik-Decke auf der roten Ledercouch.
Das Schlimme ist: Der Typ meint das komplett ernst. Sonst hätte er ja kein Album rausgebracht. Aber das meinte Jacko ja auch. Mit ein bisschen Fantasie ist da "Papaya, wo die Sterne am Horizont scheinen" doch genauso schön wie die Neverland-Ranch. Und genauso trashig.
Freitag, 22. August 2008
Dinge, die die Welt nicht braucht VI
Mut, Wahrheit oder nur gutes Marketing?
Wenn man von privatem, als auch öffentlich-rechtlichem Rundfunk dieser Tage nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit von Amy Winehouse oder der anderen zugedröhnten Tante mit der rauchigen Stimme bespaßt wird, bekommt man mit Sicherheit "I kissed a girl" von Katy Perry entgegengedudelt:
"I kissed a girl and I liked it. The taste of her cherry chap stick. I kissed a girl just to try it. I hope my boyfriend don't mind it. It felt so wrong. It felt so right. Don't mean I'm in love tonight".
Ja gut, äh, - das sind die grundsätzlichen Probleme von Menschen, wenn sie sich von jemandem angezogen fühlen für den Moment und nicht wissen, ob sie dem nachgeben sollen, egal, welches Geschlechts und welcher sexuellen Orientierung. Katy Perry vermittelt: Ja, man kann dem nachgeben, denn mit einem anderen Mädchen - mein Gott, das ist ja nicht so tragisch. Selbst der Boyfriend wird's schon verzeihen. Außerdem hatte ich ja ein alkoholisches Getränk, oder zwei... Schlimm und ernsthaft wäre es wahrscheinlich nur, wenn sie einen anderen Typen knutschen würde. Das wiederum sind doch aber Szenarien, wie man sie fast jedes Wochenende in den Clubs beobachten kann, wenn der Geschlechtertanz wieder anfängt.
Das ist alles also gar nicht so wahnsinnig aufregend, zumal man nicht weiß, ob die 17-Jährige das Lied selbst geschrieben hat. Im teilweise konservativen US-Amerika sorgte das bereits vor vier Jahren und jetzt noch mal aber natürlich schon für Riesenaufreger (positiv wie negativ), zumal Perry, die eigentlich Hudson heißt (Perry ist der Mädchenname ihrer Mutter), aus einem christlich-strengen Haus kommt; ihre Eltern sind beide Pastoren. Auch nach Deutschland ist dieser Pseudo-Aufreger übergeschwappt, und die HR-Moderatoren zumindest werden nicht müde, bei jeder Rotation zu betonen, wie sehr sich die Mutter von Perry bei jedem Hören dieses furchtbar schamlosen Songs, der laut der englischen Ausgabe von Wikipedia "sexual activity promotet", bekreuzigt.
Was ein Glück, dass Perry da - vielleicht ein Tipp ihrer Plattenfirma, oder vielleicht hat sie bei ihrer Arbeit zum Soundtrack zu "The Matrix" schon mitgekriegt, wie dualistisch das Musikbusiness läuft - auch einen eher (angeblich) Homo-feindlichen Song auflegte: "Ur so gay" (man beachte bitte das Cover der Single!). Dieser wiederum erlangte die Aufmerksamkeit von keiner Geringeren als Madonna, die Perry daraufhin in einer Radio-Show mehrmals erwähnte und damit ihre Karriere Anfang des Jahres noch ein bisschen befördert haben dürfte. Perry selbst wird nicht müde, jedes Mal, wenn sie gefragt wird oder auch nicht, geheimnisvoll zu verkünden, sie hätte eine Menge böse Dinge in ihrer Jugend getan. Was für ein schlimmes Mädchen - wie gut, dass sie schon 17 ist jetzt. Und zufällig ist das alles superverkaufsträchtig.
Was kaum einer weiß: Diese Position ist eigentlich schon besetzt. 1995 kam bereits schon einmal ein Song mit dem Titel "I kissed a girl" heraus. Gesungen und kurzfristig berühmt gemacht hat ihn Jill Sobule. Die Parallelen sind enorm: Sobule spielt auch Gitarre, arbeitet ebenfalls ab und an als Schauspielerin, beschäftigt sich mit Christentum, hat teils autobiografische Lyrics, machte damals ein Video mit ähnlich unschuldigem Settting wir Perrys Video zu "Ur so gay", und inhaltlich hat sie die gleichen Elemente zu bieten: Eigentlich geht es um Jungs, Alkohol ist mit im Spiel, und ein bisschen Knutschen ändert jetzt nicht die Welt (also schon gar nicht die sexuelle Orientierung) - alles ist also gleichzeitig verrucht-abenteuerlich und harmlos. Perry hat aber noch mal Glück gehabt: Sobule ist nicht sauer. Und wir warten gespannt wieder 13 Jahre, ob sich das Phänomen erneuert.
Samstag, 16. August 2008
I'd rather do it with Madonna
Sonntag, 25. Mai 2008
10 Millionen Euro für einen Sieg
Man nehme ein hübsches Bübchen (Dima Bilan), einen Olympiasieger im Eiskunstlauf (Ewgeni Pluschenko) und einen berühmten Violonisten (Edvin Marton). Außerdem eine vier Quadratmeter große Eiskunstlauffläche, schöne Piouretten, ein bisschen nackte Haut und laszives Räkeln und eine Stradivari, ausgeliehen von einer Schweizer Bank. Fertig ist der Siegertitel des 53. Eurovision Song Contest.
Punktezuschieberei!
Gewonnen hat nämlich: Russland, genauer gesagt: Dima Bilan! Punktezuschieberei? Die Schweiz überlegt anscheinend zukünftig nichts mehr zu übertragen und auszusteigen.
Tatsächlich war der Sieg meiner Meinung nach nicht nur wegen der Ostblockzugehörigkeit nicht überraschend, sondern auch weil der russische Sänger bereits einige Erfolge in westlichen Ländern Europas feiern konnte. In Russland ist er ein absoluter Superstar, unter anderem wurde er drei Mal in Folge "Artist of the Year" bei den MTV Russia Music Awards und gewann den MTV Europe Music Award und den World Music Award als bester russischer Musiker. Er hat im übrigen 2006 schon mal beim Eurovision Song Contest teilgenommen und landete auf Platz zwei. Ich sage voraus, dass der Junge mit den "Schlafzimmeraugentalenten" (TAZ) eine internationale Karriere hinlegen wird, die sich gewaschen hat. Aber eigentlich hat er die fast schon. Das neue Album, welches zufälligerweise gerade herausgekommen ist, wird in Englisch, Russisch und Spanisch veröffentlicht.
Jetzt haben sie es endlich geschafft!
Wenn ein Land Sehnsucht nach diesem Sieg hatte, dann war es Russland. Das noch nie gewonnen hat. Dieses Jahr gab es in Russland zum ersten Mal einen richtigen Vorentscheid, bei dem die Zuschauer den Kandidaten bestimmt haben. Die Jahre zuvor (seit 1994 sind sie dabei) war Transparenz nicht wirklich das Motto solcher Veranstaltungen. 2005 gab es ein Zuschauervotum und hinterher Manipulationsvorwürfe (Dima Bilan wurde damals Zweiter).
Nach Angaben der TAZ soll der Aufwand des russischen Beitrags inkl. Promotouren und allem was dazu gehörte mehr als 10 Millionen EUR gekostet haben. Putin und Co., die natürlich ihre Hände im russischen Fernsehen haben setzten offenbar alles daran zu gewinnen, denn "ein Event wie der ESC ist Krieg ohne Kollateralschäden, aber mit der Verheißung, sich Europa als gut und wahr und schön zu präsentieren". Eine jährliche Friedensshow kommt Russland gerade recht, da Gas- und Ölpreise so hoch sind wie nie und man der gesamten Europäischen Öffentlichkeit (zum ersten Mal über 100 Millionen Zuschauer) schon mal einen Vorgeschmack bieten will, wie friedlich der Rohstoffkrieg der Zukunft ausgehen wird.
Vor diesem Hintergrund wird übrigens auch der erste Triumph, der seit 15 Jahren einer russischen Herrenmannschaft bei der Eishockeyweltmeisterschaft vor gut einer Woche gegen Kanada geglückt ist, interessanter.
Germany 12 points!
Ach ja, und dann war da noch Deutschland. Die No Angels bekamen 12 Punkte von Bulgarien! Das kam mir im ersten Moment etwas überraschend vor. Schließlich war es das zweite Mal seit acht Jahren, dass Deutschland 12 Punkte bekam. Lucy, eine der Sängerinnen, ist in Bulgarien geboren und sitzt in der Jury der bulgarischen Superstar-Sendung.
Puh! +SchweißvonderStirnabwisch+ Da haben wir ja nochmal Glück gehabt.
Mal ehrlich: hat jemand ernsthaft geglaubt die würden weit kommen? Die Performance mit diesen Tüchern sah meiner Meinung nach bescheuert aus und auch der Gesang war nur mittelmäßig. Die Zweitplatzierte des deutschen Vorentscheids wäre bestimmt nicht auf dem letzten Platz gelandet!
Hatte ich schon erwähnt, dass Deutschland Letzter wurde? Zusammen mit Großbritannien und Polen. 14 Punkte!
Tokio-Hotel für Deutschland 2009, in Moskau... zumindest fällt einem sonst gerade niemand ein, der irgendwann mal noch Chancen hätte den Grand Prix Eurovision de la Chanson für Deutschland zu gewinnen.
Vielleicht finden wir aber auch Interpreten, die in ihrer Performance für Menschenrechte, Pressefreiheit, freie Wahlen und alles andere was es in Russland nicht gibt, protestieren. Dann hätten wir Politik nicht nur bei der Punktevergabe, sondern live on stage! Wenn wir schon nicht durch musikalische Qualität den Ostblock überzeugen können. Unsere Freunde, die "lupenreinen Demokraten", hätten sicher nichts dagegen.
Samstag, 24. Mai 2008
Like a rolling stone
How does it feel
To be on your own
With no direction home
Like a complete unknown
Like a rolling stone?
"In einer Umfrage des Rolling Stone benannten Musikkritiker diesen Song 2005 als den wichtigsten Rock-Song schlechthin. Auch für Dylan selbst bedeutete die Aufnahme den Durchbruch zu einer autonomen, Poesie, Musik und Performance verbindenden Rock Poetry." (Bob Dylan Lyrics, herausgegeben von Heinrich Detering)
Herzlichen Glückwunsche Bob Dylan zum 67. Geburtstag!
Das von Heinrich Detering im Reclam-Verlag herausgegebene Buch erläutert ausgewählte Songs von Bob Dylan hinsichtlich Stilmittel, Schreibweise und Schreibphasen.
Donnerstag, 8. Mai 2008
Mein Musiktipp: Jamie Scott & The Town
Was mir an Jamie Scott & the Town gefällt, ist, dass sie fast ausschließlich unplugged spielen. Die Melodien sind eingängig, die Texte überraschen durch phasenweise poetische Dichte, großartig und Jamie's Stimme ist einfach fantastisch. Das beste was ich seit langer Zeit gehört habe. Oder wie ein englischer Kommentator auf youtube schreibt:
when we're good we're bloody amazing.
Dieses Album spiegelt - so ist mein Eindruck - das Leben in einer englischen Stadt gut wieder, hat einige traurige Liebeslieder. So überrascht die erste Singleauskopplung nicht: When will I see your face again. Die zweite Single, Standing in the rain, gefällt mir persönlich noch besser.
Das Album hatte keinen großen Erfolg, die erste Single landete auf Platz 41 der UK-Charts. Ich weiß gar nicht, ob er es in Deutschland in die Charts schaffte. In Dänemark kam die Single auf Platz 8. Sie wurde dort in einer Fernsehwerbung benutzt. Der Verkaufsrang bei amazon.co.uk liegt inzwischen jenseits der 500.000, in Deutschland rangiert es fast auf dem 20.000. Platz.
Zu Unrecht, wie ich finde! Ich mag diese Orchestrierung und das Arrangement - Akkustik, Gitarre, Piano, stellenweise fast schon Country-Musik. Aber eben nur fast. Man sollte sich auch Live Auftritte auf youtube.com anschauen, wie z.B. die Cover-Version von Leona Lewis 'Bleeding Love', die sich tausend Mal besser anhört als das Original.
Da merke ich, es ist jemand am Werk, der nicht nur sein Handwerk beherrscht, nicht nur eine gute Stimme hat, nicht nur gute Texte schreibt. Sondern vor allem aufrichtig und authentisch ist.
www.jamiescottandthetown.com
Mittwoch, 30. Januar 2008
Hinhören: Hot Chip / pornophonique
"We'll try but we don't belong": Der Mix aus Electro und Independent-Rock - ein bisschen Funk ist auch noch drin - ist nicht nur Candy Club-kompatibel, aber ich denke mal, DJ T.L. wird es dort auch gerne in die Heavy Rotation aufnehmen. "Take the stars, I am ready for a fall."
Natürlich haben die sonst eher schüchternen Jungs auch eine Seite bei MySpace. Und man kann sie live in - ja, liebe schreibblog-Abonnenten, ich weiss, wo Ihr wohnt! - Berlin (09.03.), München (10.03.), Hamburg (08.03.) erleben. "We're looking for a lot of love" - Hold on, I might take you outside".
Wer schon das brillante Vorgänger-Album "The Warning" verpasst hat, kann sich hier und hier die beiden größten Hits des Albums anhören und die kreativen Videos dazu ansehen. Get "ready for the floor" und viel Spaß beim Abhotten!
Wer auf "Hot Chip" steht, sollte sich unbedingt auch mal die Darmstädter Band "pornophonique" anhören. Der eine schrammelt auf seiner Gitarre rum, der andere entlockt dem Gameboy Töne, und zusammen lassen sie etwas entstehen, das auch irgendwo zwischen Electro und Rock angesiedelt werden kann und zudem auf Konzerten auch noch gut headbanger-mäßig abgeht. Keine Angst - so "Porno" sind die Jungs nicht, eigentlich sogar überhaupt nicht, sondern sehr nett und allein schon deswegen sympathisch und zu unterstützen, weil sie ihre Sachen unter der Creative Commons Licence produzieren. Außerdem pflegen sie enge Kontakte zur Comiczeichner-Welt, und das scheint ja, glaubt man der taz, auch der neuste hot shit zu sein.
Samstag, 5. Januar 2008
Neujahrsvorsätze, klang- und stimmungsvoll
Anstelle einer langen Liste von guten Vorsätzen fürs neue Jahr: mein modernes "Äquivalent" des "Sunscreen Songs" (der ja eigentlich auch kein Song ist, sondern eine journalistische Kolumne), Sarah Bettens' "Don't stop"
Don't stop trying, there's always reason to go on living
as long as long as you can breathe
stay clear of extremes
just say what you mean
but try not to be mean
you should say ‘thank you’ often, like your hair
wave to strangers everywhere
do what you’re supposed to do
don't look at what the others do
think before you buy a car,
don't marry someone you met at a bar
there's no such thing as going too far
love who you are
don't be scared of what's ahead
but wear a helmet to protect your head
be aware, say you care, stay fair...
Sonntag, 26. August 2007
Auf der Liederbestenliste Nr. 1 - Der Tod Deutscher Soldaten
Nummer 1 der Liederbestenliste von August und September ist das Lied "Kai" von Reinhard Mey.
Es hat den Verlust von deutschen Soldaten in sinnlosen Kriegen zum Thema.
Innenminister Wolfgang Schäuble verteidigte im Rahmen der Trauerfeier der drei deutschen Polizisten, die in Afghanistan starben, den Einsatz deutscher Truppen in Afghanistan und forderte das Parlament zur Verlängerung des Mandats auf.
Und lebendige Menschen im sich’ren Parlament
Entsenden ein weiteres Truppenkontingent
Mit Worten wie Beistand, die edel scheinen,
Wie Friedensmission und die doch nichts andres meinen
Als: Wir schicken junge Menschen hinaus in ein Land,
In dem sie nicht willkommen sind, ihr Dienst nicht anerkannt,
Ihr Opfer nicht geachtet, ihre Uniform verhaßt –
Ihr armen Kinder, wißt ihr, wofür ihr euch verheizen laßt?
Gewalt wird neue Gewalt gebären,
Terror wird neuen Terror nähren.
Und wieder ziehen Mütter daraus keine Lehre
Und wieder schenken Väter Söhnen Spielzeuggewehre
Es liegt nicht brach, es dörrt nicht aus, das verfluchte Feld der Ehre!
Kai war auf diesem FlugUnd mit ihm drei Kameraden
Vier Einschüsse im Bug,
20 Tonnen Hilfsgüter geladen.
Am Ende der Welt
In einem Mohnfeld zerschellt.
(Aus "Kai")
Samstag, 21. Juli 2007
9/11 - Habt ihr dat vielleicht selbst gemacht?
fragt die hipphop-Band diebandbreite in einem Lied über die Anschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001 und bringt die Thematik des "inside job" in einen Song, der auch auf die generelle Politik der USA hinweist. Den Liedtext dazu gibt es eine Seite weiter. Mehr Informationen zu der, mittlerweile wissenschaftlichen, Diskussion in den USA gibt es unter scholarsfor911truth.org Hier das Video von YouTube.com:
"9/11 - Habt ihr dat vielleicht selbst gemacht?" vollständig lesen
Donnerstag, 12. Juli 2007
Instant Karma to Save Darfur
Was verbindet Aerosmith, a-ha, David Usher, Christina Aguilera, Tomte Tokio Hotel und Duran Duran mit John Lennon?
Sie machen im Rahmen der Kampagne make some noise von amnesty international Musik für den Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen. Dabei covern sie die Songs von John Lennon, deren Nutzungsrechte Yoko Ono eigens für amnesty international für dieses globale Musikprojekt freigegeben hat.
Dazu gibt es ab sofort das Doppelalbum Instant Karma Save Darfur oder einzelne Songs im Internet zu kaufen, dessen Erlös natürlich zu 100% amnesty zugute kommt. Damit machen die Künstler gleichzeitig einmal mehr aufmerksam auf die skandalöse Menschenrechtssituation in Darfur.
Dem nicht genug make some noise geht auf Tour:
13.-15.07. Melt Festival, Gräfenhainichen
14.07. Campus Invasion, Magdeburg
20.- 22.07 Umsonst & Draußen, Stuttgart
10.-12.08. Sonne, Mond und Sterne, Saalburg
10.-12.08. Taubertal Festival, Rothenburg ob der Tauber
17.-19.08. Highfield, Hohenfelden
Zu Darfur hat amnesty international das Projekt eyesondarfur angestoßen, das mit Hilfe einer Internetseite die Augen der Weltbevölkerung auf die Menschen in Darfur blicken lässt. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Mit Hilfe von Satellitenbildern, Standbilern und Videos, die online einsehbar sind, kann man die Menschenrechtsverletzungen in der sudanesischen Region nahezu live und direkt vom bequemen Schreibtischstuhl aus beobachten. In der Konsequenz wird natürlich dazu aufgerufen nicht nur Bilder und Videos anzuschauen, sondern auch sich aktiv und öffentlich dagegen auszusprechen. Eine bisher einmalige Aktion von amnesty international.
Samstag, 12. Mai 2007
Der Bunte Hund ist Nr 1 der Album Charts - und wird doch ignoriert.
In den Chartdarstellungen von Spiegel, WOM und musiknews.de ist er die Nummer eins (19/2007). Bei mtv, viva, ProSieben und ähnlichen Chartsauflistungen sucht man das 24. Studioalbum von Reinhard Mey vergebens - vergessen oder nicht aktuell? Die offizielle Liste von Media Control kenne ich leider nicht - sie ist kostenpflichtig und das Geld spare ich mir mal.
Ich kann es nachsehen, dass er bei einigen main stream Medien nicht auftaucht, denn Reinhard Mey und seine Chansons passen doch so gar nicht in deren Zielgruppe - insofern ist er in der Tat ein Bunter Hund.
Das neue Album ist nicht nur im Vergleich zu vergangenen ziemlich gut, was nicht nur an den teilweise sehr guten Texten, sondern vor allem an den fast ausschließlichen reinen Gitarrenarangements liegt. Es zaubert ein bisschen ein Reinhard Mey Konzert ins Zimmer, das ebenfalls nur aus Gitarre und Reinhard Meys Stimme besteht.
Erstaunlich ist für mich immer wieder wie groß doch die Gemeinde der Reinhard-Mey-Hörer ist und dass sie scheinbar von Album zu Album weiter wächst. Denn er findet im Fernsehen und Radio quasi nicht statt. Drei TV-Auftritte sind es wohl dieses Jahr und im Radio hört man einmal im Schaltjahr vielleicht ein Song - nachts um 3 Uhr oder so...
"Der Bunte Hund ist Nr 1 der Album Charts - und wird doch ignoriert." vollständig lesen


